Hallo zusammen,
einen ganz lieben Dank euch allen für eure Antworten.
Da waren einige gedankliche Anregungen dabei für mich und wenn die Erwartungshaltung passt, scheint es eine Daseinsberechtigung zu haben, auch wenn es wahrscheinlich eher eine Kompromisslösung darstellt.
@RetroSharky:
Doch, genau das ist die Antwort, die ich lesen mag.
Natürlich geht es um Marketing. Und auch darum, die bequeme Nutzung des AMS in den Vordergrund zu stellen. Nachvollziehbar.
Doch das Thema UV-Stabilität, gute Witterungsbeständigkeit und hohe Abrieb- und Reißfestigkeit sowie die Beständigkeit gegen Öle und Fette sowie einige Lösungsmittel zeigen zumindest schon einmal, wo die Stärken liegen. Und warum es eventuell sinnvoll sein kann, dieses TPU zu nutzen.
So ist es für mich gut nachvollziehbar, warum man es z. B. anstatt PLA bevorzugen könnte. Insbesondere der Hinweis auf einen offenen Drucker, der mit anderen Materialien eventuell schwer bis gar nicht zurechtkommt, erscheint mir durchdacht.
Jetzt muss ich mich mal hinsetzen und schauen, was hohe Abrieb- und Reißfestigkeit bedeutet und wie genau es sich unterscheidet. Alles Neuland – aber ein spannendes Neuland.
@PeteroFre
Danke dir, für den Hinweis mit Teilen fürs Auto, die höhere Temperaturen standhalten müssen und UV-beständig sein sollten.
Hast du hier Werte für das Material? Auf Bambu Lab Shop fand ich lediglich:
Glass Transition Temperature DSC, 10 °C/min: N / A
Crystallization Temperature DSC, 10 °C/min: N / A
Vicat Softening Temperature ISO 306, GB/T 1633: N / A
Heat Deflection Temperature ISO 75 1.8 MPa: N / A
Heat Deflection Temperature ISO 75 0.45 MPa N / A
Was ich schade finde und was mich, als ich mich das erste mal damit beschäftigte, störte.
Vicat Softening soll so bei ca. 140 Grad liegen; aber da schwanken die Angaben in Foren & Webseiten.
@ThomasHermans:
Jepp, das war auch mein erster Gedanke.
Wenn ich etwas "Gummiartiges” möchte, bin ich damit falsch bedient.
Deswegen der Ansatz: Wofür ist es gedacht? Was ist seine Stärke?
Einfach, damit ich nichts übersehe und vielleicht dochNutzenndarauss ziehen kann.
Da fand ich die Gedanken von RetroSharky ganz nützlich.
Dieses Abrieb- und Reißfestigkeit (hier muss ich mich noch einlesen), Stabilität gegen Öle, Fette und einige Lösungsmittel. Witterungsbeständigkeit und UV Resistenz. Und natürlich der Hinweis auf den A1 - also offene Drucker.
Und auch PetroFre, der die Hitzebeständigkeit in Kombination mit UV-Beständigkeit nutzt.
Dass bei deiner Erwartungshaltung eine Enttäuschung eintritt, ist klar. Das wird sehr vielen so gegangen sein, die sich freuten endlich mit AMS drucken zu können. Mir zeigte es insbesondere auf, dass TPU nicht zwingend “weich” sein muss. Und es da Variation gibt. Spannend, irgendwie.
Bei weicheren TPU stört mich aktuell der Gedanke, dass es Gefriemel ist und ich es direkt in den Extruder geben soll. Die eierlegende Wollmilchsau bleibt weiterhin (leider) Utopie.
@makerl1969 :
Ah, auch gut zu wissen.
Heißt, das Material kann sich - nicht so stark wie ein 95A - biegen und dann wieder die ursprüngliche Form annehmen. Also ideal auch für Federn, weil diese Belastung aushalten müssen und den Ursprungszustand länger beibehalten müssen. Prima zu wissen.
Nochmals vielen Dank
und einen schönen Abend
wünscht
Stephan