Schöne Oberflächen sehen anders aus

Hallöchen zusammen. :blush:
Ich habe meinem X1CC nun seit knapp 1,5 Wochen und die ersten Drucke waren auch super.
Wobei dazusagen muss, ich habe immer nur Dinge gedruckt, die keine größere Oberfläche am Stück hatten.
Nun habe ich bei printables den X1C als Mini Organizer entdeckt und den gedruckt.
Nun bin ich mit den Oberflächen überhaupt nicht zufrieden.

Filament: Geeetech PLA Silk Silber
Profil: Generic PLA Silk
AUX Venti aus
Tür und Deckel offen
Layer Höhe: 0,3
Obere Schichten: 4

Die schwarze Tür von dem Modell hat er allerdings nicht so streifig gedruckt.

Filament: Anycubic black
Profil: Generic PLA
AUX Venti aus
Tür und Deckel offen
Layer Höhe: 0,3
Obere Schichten: 4
(leider kein Foto von)

Vielleicht hat jemand eine Idee woran das liegen könnte oder eine sogar schon eine Lösung?

Viele Grüße
Kelly


Filament kalibriert? Die drei 45° Streifen bei beiden Teilen sind aber echt merkwürdig. Sind die in dem Model?

Ja, Kalibrierung mach ich derzeit immer vorweg.
In dem Modell sind sie nicht zu sehen - auch in Blender nur eine einheitliche Oberfläche bestehend aus zwei Dreiecken.
Das komische ist, dass beide Seitenteile hintereinander auf der Druckplatte lagen; also in einem Druckvorgang gedruckt wurden. Beide weisen die 45° Streifen an den selben Stellen auf.

Komisch, dass es scheinbar immer an den schwarzen Flächen anfängt.
Sieht fast so aus, als wäre das beim Wegfahren von der schwarzen Fläche, um das Filament zu wechseln.

Hi

welche Temperatur nutzt du bei “andere Schichten” (Filamenteinstellung)?
Sind die einzeln gedruckt?
Wechselst du Düsen oder Extruder?

Gruß

Erstmal lieben Dank für eure Antworten. :blush:

@DerEd Das Filament hat er nur einmal gewechselt. Nach dem Slicen habe ich gesehen, dass er bereits schon zwei Schichten vorher mit dem Schwarz anfangen wollte (unter dem schwarz Logo / Schrift). Daraufhin habe ich es so eingestellt, dass er ab Schicht xy erst wechselt, also genau erst dann, wenn er nur noch Logo und Schrift drucken muss.

@user_430260330 Die Standardeinstellungen vom Generic PLA Silk; 220°

Sorry, aber deine letzte Frage versteh ich jetzt nicht… Mitten im Druck?

1 Like

oh, das mit dem gleichzeitigen Druck habe ich überlesen.

Schau doch mal die Vorschau an und prüfe einen Zusammenhang mit den darunterliegenden Infill Schichten. Insgesamt ist es eine recht unregelmäig extrudierte Oberfläche. Hast du das bei 0,2er Höhe auch?

@user_430260330 Kein Problem. :wink:

Super Idee mit der Vorschau, danke dafür.
Ich hab die letzte silberne Schicht mir gerade mal im Bambu Studio angeschaut und abgespielt. Nix. Da setzt er noch nicht mal ab, um an einer anderen Stelle wieder neu anzusetzen. Wobei ich das Objekt aber nicht da liegen habe, wo ich es beim Originaldruck hingelegt hatte. Da hatte ich noch andere Teile mit zusätzlich drauf. Weiß nicht, ob das dann Einfluss auf seine “Fahrwege” hat? :woman_shrugging:

Er hats auch nur bei den Seitenteilen gemacht. Wenn ich so in das Gehäuse von dem Organizer gucke, ist der Boden glatt.

0.2er Höhe hab ich nicht getestet, weil ich das Teil jetzt nicht unnötig oft zum Testen drucken mag.

Ich werd das mal weiter beobachten und mal schaun, was ich als nächstes drucken könnte, was annähernd so eine große Oberfläche hat. :blush:

mir kommt es so vor, als ob der Infill zu weit auseinander ist und es dazwischen durchhängt?! Sehe das nicht so gut auf den Fotos und ein wenig Unterextrusion hast du auch, wie ich finde.
Was ist das Flußverhältnis bei dem genutzen Filament?
Und was hast du für eine Volumengeschwindigkeit beim Filament in mm³/s?
Ich drucke zB. mit einer Ali CHT Düse PETG mit 30 und PLA mit 38mm³/s

Beides bei dem Filament in den Einstellungen zu finden.

edit: und du hast nicht gebügelt, oder?

Ich habe gerade ein ganz ähnliches Problem. Hier ein Bild aus dem CAD-Programm, die Linien zeigen die Kanten der Flächen aus einer Blickrichtung, aus denen das Objekt zusammengestzt ist.

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Im Bambu Studio sieht man davon nichts. Manche Flächen sind nicht korrekt,was das Programm aber repariert. Danach wird das Objekt im Slicer angezeigt, wie es sein soll. Nach dem Umwandeln in G-Code habe ich alle Linientypen durchgesehen etc. und nichts gefunden. Die Oberfläche wird im Slicer in der Voransicht durchgehend homogen dargestellt.

Da mein Druck gerade fertig ist, hier ein Foto von der Oberfläche, die keineswegs gleichmäßig ist wie sie sein sollte, sondern in einigen Bereichen höher. Hier auch eine solche erhabene Linie.

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Die kreisrunde Aussparung hier ist die rechte von beiden im ersten Bild oben. Wahrscheinlich wird die gedruckte erhabene Linie verschwinden, wenn ich das Objekt nochmal anders schneide. Muss ich sehen, wie ich das machen kann.

Allerdings, dass es eine erhabene Linie aus mehreren Bahnen ist, lässt darauf schließen, dass auf der Oberfläche genau hier nochmals ein paar Linien nachgezogen werden, oder dass der Materialfluss für diese vielleicht letzten Linien im Objekt, die zum Schluss aufgefüllt werden, zu hoch ist. So oder so hat der Slicer offenbar ein Problem mit den im Objekt vorhandenen Polygonen, was evtl. zu falschem Materialfluss führt. Eine andere Erklärung habe ich dafür nicht. Die Druckerhardware schließe ich aus.

Ich habe hier jetzt auch ein sehr vergleichbares Aussehen der Oberfläche auf einem Objekt. Dieses Mal handelt es sich um einen Quader, auf den weitere Quader aufgesetzt sind und minimal überlappen. Jetzt habe ich dieses Aussehen wie @Kelly im Eingangsbeitrag. Auch mit PLA. Obere Schichten bei mir auch 4 Stück. Keine Ursache im Slicer zu finden.
Ich kann nur vermuten, dass hier die Oberfläche nicht in einem Stück gedruckt wird, sondern in mehreren Abschnitten. Dann aber offenbar mit unterschiedlichem Materialfluss (sonst gäbe es das Problem ja nicht).

Bis jetzt keine Lösung in Sicht?

PS: Am Filamentwechsel liegt es offenbar nicht, denn bei meinem Druck gab es keinen. Layer-Höhe bei mir 0,2mm.

Nachtrag:

Da ich heute verschiedene Testdrucke auch wegen anderen Dingen hatte, mache ich jetzt hier mal eine letzte Aussage über meine Ergebnisse. Im Netz habe ich doch noch hier und da etwas gefunden, wo User beschreiben, dass wirklich glatte Oberflächen eigentlich nur mit dem Glätten zu bekommen sind. Aber es gab immer wieder die Anspielung auf die Füllung, bzw. das unter den Oberflächen liegende Muster. Warum das so eine starke Auswirkung haben soll, sei mal dahin gestellt. Ich habe folgendes ausprobiert.

Zuerst hatte ich alle Muster auf geradlinig einegstellt, mit den bereits beschriebenen Problemen. Dabei spielt auch die Größe der Fläche keine Rolle, die Unregelmäßigkeiten treten bei großen Objekten ebnso auf, wie wenn man dieselben Objekte auf 50 oder 35 oder 25% verkleinert, man muss dann nur genau hinschauen.

Ich bin dann auf die Ursprungseinstellungen zurückgegangen, die in den Profilen des Slicers bereits hinterlegt sind.

Muster der Oberfläche: monotonische Linie
Muster der unteren Fläche: monotonisch
Solid infill pattern: geradlinig

Damit ist die Oberfläche bis jetzt am besten gelungen. Es gibt quer durch das Objekt und mittig nur einen Absatz den man fühlen kann. Also zwei Hälften (Dreiecke) der Oberfläche, die sich leicht unterscheiden. Obere Schichten hatte ich 4 Stück, eventuell wird es noch etwas besser bei einer 5ten Schicht oder gar einer 6ten.

Wie auch immer fühlt man auf den Oberflächen aber die nebeneinandergelegten Linien.

Meine nächste Einstellung ist jetzt mit Glätten. Wenn das richtig eingestellt ist, gibt es normalerweise sehr glatte Oberflächen, wobei man aber den Glättungslinienabstand und Fluss wählen kann, um andere Ergebnisse zu erzielen.

Zuletzt bleibt noch, das Objekt so auszurichten, dass die letzte Schicht der Oberfläche im 90° Winkel zu den Objekträndern gedruckt wird. Das habe ich noch nicht ausprobiert. Bei meinem Objekt, wo alles im rechten Winkel angeordnet ist, das die Oberfläche unterbricht / stört, wäre denkbar, dass dann die gesamte Oberfläche in einem Stück von einer Seite zur anderen gedruckt wird, was das beste Oberflächenbild ergeben sollte.

Schöne Grüße!

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Guten Morgen,
weil bei einem Core-XY-Drucker auch bei parallel zu den Kanten der Druckfläche ausgerichteten Linien stets beide Achsen X und Y bewegt werden, können meines Erachtens diagonale Linien auf ein Problem an den Achsen hindeuten.
Entweder die Riemen sind erneut zu spannen, oder/und die Achsen sollten gereinigt und gewartet werden.
Kann der Druckkopf im ausgeschalteten Zustand langsam bewegt werden, ohne daß e “holpert”, d.h. daß die Lager spielfrei sind und ordentlich laufen?

Ein Versuch wäre die Ausrichtung der Objekte in einer gedrehten Anordnung auf der Druckfläche. In BambuStudio dann die Richtung der Linien der letzten Deckschicht kontrollieren. Sie sollten hier parallel zu den Kanten des Druckobjekts verlaufen.
Des Weiteren vielleicht einmal auf ein Füllmuster wechseln, welches nicht kreuzt, z.B. Gyroid. Damit wird eine “Ansammlung” von Kreuzungen innerhalb des Objekts vermieden. Wenn da noch “Probleme” an einer Achse hinzukommen, könnte sich das summieren und zu einem derartigen Muster im Druckbild führen.

Vielen Dank für eure Antworten, Hilfen und Tests. :heart:

Ich werde mir mal ein Test-Objekt 50 x 50 mm vornehmen, welches ich dann wie beschrieben um 45° drehe.

LG und ein schönes Wochenende.

//edit: Druck verzögert sich auf Grund Probleme mit der neuen Firmware auf unbestimmte Zeit… :roll_eyes:
Ich meld mich.

Ist ja wirklich sehr auffällig. Imperfektionen bei homogenen Flächen kann das Auge natürlich sofort sehen. Evtl. macht es Sinn auf eine anderes Top Surface Pattern zu wechseln?

Tipp: Ich nutze bei Silk PLA meistens Octogram Spiral. Das glänzt dann schön aus verschiedenen Winkeln.